Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Architektur und Gartenkunst

Nach französischem Vorbild

Innenhof, Residenzschloss Rastatt

Architektur

Vom Mittelalter bis in die Barockzeit brachten französische Architekten neue Ideen zum Bau von Klöstern, Kirchen, Verteidigungsanlagen und prunkvollen Residenzen nach Deutschland.

Kloster Maulbronn

Vom Fachmann aus Frankreich

Die französische Kunst der Gotik prägte die wichtigsten Bauten des Zisterzienserklosters im frühen 13. Jahrhundert.

Frontalansicht des Residenzschlosses Rastatt

Versailles als Vorbild

Bei der Planung von Schloss und Stadt orientierte sich das Markgrafenpaar an französischer Schlossbaukunst.

Luftansicht von Schloss Mannheim

Ein beeindruckendes Schlossensemble

Die ersten Gebäudeteile des Schlosses wurden von französischen Architekten geplant und vom Kurfürsten umgesetzt.

Badhaus im Schlossgarten von Schloss Schwetzingen

Geniessen wie der König

Kurfürst Carl Theodor baute ein Lustschloss im Schlossgarten – Vorbild war ein Bau des französischen Königs in Versailles.

Luftansicht der Festungsruine Hohentwiel

Von der Ritterburg zur Landesfestung

Mit seinen Bastionen nach französischem Muster galt der Hohentwiel lange Zeit als unbezwingbar.

Luftansicht von Burg Rötteln, Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Stark gesichert

Schon im Mittelalter war die Burg gut gewappnet. Beeindruckend: die Absicherung nach französischem Vorbild.


Schlossgarten Schwetzingen

Gartenkunst

Die Vorschläge, wie ein fürstlicher Garten zu gestalten und anzulegen sei, kamen in der Barockzeit vor allem aus Frankreich – sie fanden an allen Höfen in ganz Europa Anklang.

Besucher im Schlossgarten von Schloss Schwetzingen

Kunstvoll gestaltet

Vor dem Schloss liegt der im französischen Stil gehaltene Barockgarten. Kurfürst Carl Theodor ließ sich von Versailles inspirieren.

Schloss Solitude, Gemälde von Jean Adrien Claude Servadoni, um 1765

Das herzogliche Gartenreich

Der südlich gelegene Rokoko-Garten war nach französischem Vorbild gestaltet. Herzog Carl Eugen kam zum Vergnügen her.

Schloss und Schlossgarten Weikersheim

Ein Spezialist des Sonnenkönigs

Der barocke Garten in Versailles wurde zum großen Erfolg. Die Ideen verbreiteten sich in ganz Europa – auch in Weikersheim.

Kloster und Schloss Salem, Gartenansicht des Kloster

Barocker Garten im Kloster

Im Barock ließen die Äbte repräsentative Gärten französischen Stils anlegen, unterteilt in Nutz- und Ziergärten.


Weißer Saal im Schloss Solitude Stuttgart

Raumgestaltung

Ob es die Raumfolge im fürstlichen Appartement vom zweiten Vorzimmer bis zum Thronsaal oder die Gestaltung eines Festsaales im Klassizismus ist – viele Anregungen stammten aus Frankreich.

Thronsaal im Kaiserlichen Quartier von Schloss Mannheim

Ein Appartement für Staatsempfänge

In den Prunksälen lassen sich einige französische Einflüsse entdecken. Ein Teil der kostbaren Tapisserien stammt aus Paris.

Teil des Registraturzimmers König Friedrichs I. im Residenzschloss Ludwigsburg

Majestätische Pracht im antiken Stil

Die klassizistische Raumausstattung stammt von einem deutschen Architekten, der an Académie des Beaux-arts in Paris studierte.

Marmorsaal in Schloss Solitude

Prunkvoller Empfang

Der französische Hofarchitekt entwarf diesen klassizistisch gestalteten Raum, in dem der Herzog seine Gäste empfing.

Stuckbild im Kammermusiksaal von Schloss Bruchsal

Festlicher Raum für Konzerte

Im Auftrag des Fürstbischofs entstand Ende des 18. Jahrhunderts ein Saal, gestaltet im Stil des frühen Klassizismus.


Französisches Möbel im Carl-Eugen-Appartement, Residenzschloss Ludwigsburg

Inneneinrichtung

Möbel und Fayencen, Wandteppiche und Tapeten: Viele französische Manufakturen lieferten an die deutschen Fürstenhöfe. Manchmal kamen die Adeligen selbst zum Einkauf vorbei.

Französische Tapisserien im Jagdzimmer, Schloss Bruchsal; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württembergs, Dirk Altenkirch

Gewebte Kunst aus Frankreich

Die Fürstbischöfe von Speyer kauften zahlreiche kostbare Wandteppiche – heute einer der größten Bestände in Deutschland.

Kommoden und Stühle aus Paris

Inspirationen aus Paris

Herzog Carl Eugen bestellte Möbel in Paris. Außerdem arbeiteten seine Hofschreiner nach französischen Vorlagen.

Keramik in der Schauküche von Schloss Favorite Rastatt

Keramik aus Strassburg

Die Manufaktur lieferte Geschirr, aber auch die berühmten Schaugerichte, Terrinen in Tier- und Gemüseform.

Schloss Schwetzingen, Schweizer Zimmer, Detail Panoramatapete, P. A. Mongin 1804

Die Schweiz in Schwetzingen

Französische Tapeten aus Rixheim zieren die Wände des Compagniezimmers im Schloss Schwetzingen.