Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, JUNG:Kommunikation GmbH

Lebensart und Meisterwerke

Vom Austausch der Kulturen

Porzellangruppe „Der Geruchssinn“, Manufaktur Frankenthal, 18. Jahrhundert, Barockschloss Mannheim; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Von französischer Lebensart

Der Weinanbau, die Art zu jagen oder Feste zu feiern, die höfische Mode – eine Orientierung an Frankreich ist auf vielfältige Weise zu spüren.

Darstellung von Herzog Carl Eugen zu Pferd; Foto: Landesmedienzentrum, Dieter Jäger

Fürstliche Jagdlust

Herzog Carl Eugen übernahm die Art des Jagens vom französischen Adel. Dafür ließ er die Umgebung der Solitude herrichten.

Stickereien an einem barocken Schuh im Modemuseum des Residenzschlosses Ludwigsburg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ortsverwaltung Ludwigsburg

Kleidung für den Hof

Raffinierte Schnitte und üppige Stoffe: Herzog Carl Eugen kleidete sich nach der aktuellen Mode aus Frankreich.

Schloss Favorite von Süden am Ende der Hauptachse; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Norbert Stadler

Ein Ort für Jagden und Feste

Die Idee eines heiteren Lustschlosses als Kontrast zum repräsentativen Residenzschloss stammte aus Frankreich.

Mönch bei der Weinlese, Motiv auf dem Kachelofen im Sommerrefektorium von Salem; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Urheber unbekannt

Etablierte Tradition

In Salem gab es eine weitreichende Tradition aus Frankreich: Schon früh förderte der Zisterzienserorden den Weinanbau.


Allegorie auf die Musik, von Hauwiller 1770; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Höfisches Leben

Wie sah ein französischer Garten oder ein Lustschloss aus? Welches Zeremoniell war gültig? Und was gab es auf einer Reise nach Paris zu sehen? Der königliche Hof in Versailles setzte Maßstäbe.

Schloss Versailles als Vorbild für Luxus; Foto: Wikipedia, gemeinfrei

Neues sehen und kaufen

Paris als Quelle der Inspiration: Der Herzog besichtigte die Sehenswürdigkeiten und kaufte ein, so wie viele Adlige der Barock-Zeit.

Schloss Weikersheim mit Gartenanlage, Lambrisbild im Rittersaal, Schloss Weikersheim; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Souvenirs aus dem vornehmen Europa

Die Bilder im Rittersaal zeigen deutsche und französische Schlösser und Gärten, die der Graf auf seiner Bildungsreise sah.

Kuppelsaal im Schloss Bruchsal; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Formvollendet feiern

Das Hofleben in Schloss Bruchsal war nach der Mode aus Frankreich geregelt. Bei Festen gab es einiges zu beachten.

Schloss Favorite Rastatt, Skulptur im Gartensaal; Foto: Staattliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, unbekannt

Rückzugsort für die Markgräfin

Ein Lustschloss galt im 18. Jahrhundert als privater Ort des Herrscher. Die Architekturideen dazu kamen aus Frankreich.


Figur im Lapidarium, Residenzschloss Ludwigsburg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Norbert Stadler

Über die schönen Künste

In den Bereichen Musik und Tanz, Literatur und Kunst beeinflussten sich Deutsche und Franzosen über viele Jahrhunderte hinweg gegenseitig – oft mit beeindruckendem Ergebnis.

Blick ins Schlosstheater, Residenzschloss Ludwigsburg; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Sven Grenzemann

Theater für den Herzog

Herzog Carl Eugen engagierte berühmte Künstler, auch aus Frankreich, für sein Hoftheater – es hatte einen guten Ruf.

Sammlung Domnick, Blick in den Ausstellungsraum; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Bayerl

Deutsch-französischer Kunsttransfer

Ottomar Domnick bringt nach dem Zweiten Weltkrieg Künstler und Publikum in Deutschland und Frankreich zusammen.

Alte Schriftstücke; Foto: Pixabay, gemeinfrei

Philosophische Korrespondenz

Der Philosoph Voltaire verweilt mehrmals in Schwetzingen. Die Briefe zwischen Kurfürst und Aufklärer sind erhalten.

Götz von Berlichingen, Glasmalerei von 1547 im Museum Jagsthausen; Foto: Wikipedia, gemeinfrei

Von Franzosen geschätzt

Götz von Berlichingen spielte die Hauptrolle in dem Stück von Goethe, mit dem er berühmt wurde – auch in Frankreich.


Brunnenfigur im Schlossgarten Schwetzingen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Thomas Wagner

Meisterwerke französischer Künstler

Die Begegnung mit einem Kunstwerk aus Frankreich ist meist ein eindrückliches Erlebnis. Hier sind einige Beispiele zu finden, die man unbedingt gesehen haben muss.

Paradies des Klosters Maulbronn; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Urheber unbekannt

Meisterwerk eines Unbekannten

Der unbekannte Baumeister brachte um 1200 die frühe Gotik Nordfrankreichs nach Maulbronn – das ist heute noch zu sehen.

Gartenseite von Schloss Schwetzingen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Ein ansehnlicher Blickfang

Der Brunnen beherrscht das Zentrum des Parterres. Seine Figuren wurden einst für den Schlossgarten von Lunéville geschaffen.

Detail aus dem Deckengemälde im Weißen Saal mit der Darstellung der Wohlfahrt Württembergs, Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Andrea Rachele

Geschichten an der Decke

Die Saaldecke scheint sich wie ein Himmelszelt zu öffnen. Geschaffen wurde sie von einem französischen Künstler.

Tischuhr mit Achill an der Urne des Patroklos, Paris, um 1810; im Neuen Corps de logis; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württembergs, Schlossverwaltung Ludwigsburg

Prunkvolle Zeitmesser

Zur repräsentativen Ausstattung in jedem Schloss gehörten kostbare Uhren. König Friedrich I. ließ vor allem in Paris herstellen.