Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Religion, Krieg und Frieden

Von Politik und Gesellschaft

Detail aus dem Deckengemälde im Bibliothekssaal von Kloster Schussenried

Glaubensfragen

Der christliche Glauben prägte die Gesellschaft vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Eine besondere Rolle spielten dabei die verschiedenen Orden, die in Frankreich gegründet wurden.

Der heilige Bernhard von Clairvaux, Schlussstein im Kreuzgang von Kloster Maulbronn

Reformen aus Cîteaux

Als Gegenmodell zu den Benediktinern entwickelten sich die Zisterzienser zum führenden Orden der katholischen Kirche.

Historische Ansicht von Kloster Schussenried, Gemälde von 1721 im Klostermuseum

Gemeinschaft adeliger Chorherren

Der größte Orden römisch-katholischer Chorherren, dessen Mitglieder geweihte Priester sind, wurde in Frankreich gegründet.

Südliche Klausur und Eulenturm von Kloster Hirsau

EIN VORBILD FÜR ANDERE KLÖSTER

Hirsau übernahm im 11. Jahrhundert die Reformen des französischen Benediktinerklosters Cluny.

Stadt und Zitadelle Mannheim, Kupferstich von Matthäus Merian, 1. H. 17. Jahrhundert

Ideal und Wirklichkeit

Auf dem Reißbrett entworfen, sollte Mannheim eine Zufluchtsstätte für Glaubensflüchtlinge werden.


Bacchus und Ariadne, Ausschnitt aus Deckengemälde im Appartement der Markgräfin, Residenzschloss Rastatt

Heiratspolitik

Hochzeiten waren oft ein Mittel, um den Frieden zwischen Frankreich und Deutschland zu sichern. Die Ehepartner wurden nicht gefragt: Liebe und Zuneigung spielten keine Rolle.

Detailbild des Wappens der Grafen von Württemberg-Mömpelgard in Schloss Urach

Eine gute Partie

Mit einem Heiratsvertrag sicherte Graf Eberhard III. die französische Grafschaft Mömpelgard für Württemberg.

Liselotte von der Pfalz in einem Gemälde von Hyacyinthe Rigaud oder seiner Werkstatt, um 1713

Unglücklich verheiratet

Aus ihrer Hochzeit leitete Frankreich einen Erbanspruch auf die Pfalz ab – die Folge: der Pfälzische Erbfolgekrieg.

Bildnis Prinzessin Augusta Maria Johanna von Orléans

Heirat mit Enkel des Sonnenkönigs

Nach ihrer Hochzeit warteten ein unbekannter Mann und der französische Königshof auf die badische Prinzessin.

Bildnis Großherzogin Stéphanie von Baden, 1.Hälfte 19. Jahrhundert,  Kopie von Schmitt nach François Gérard, wohl Karlsruher Hofmaler

Französische Bündnispolitik

Kaiser Napoleon verheiratete sie mit Erbprinz Carl von Baden. Ab 1818 lebte sie als Witwe im Schloss Mannheim und war sehr beliebt.


Ausschnitt aus dem Gemälde von Schloss Heidelberg mit dem Hortus Palatinus, Jacques Fouquières, Öl auf Leinwand, 1620

Krieg und Frieden

Immer wieder gab es erbitterte Kriege zwischen Frankreich und den deutschen Ländern. Das Ergebnis waren viele Tote, zerstörte Landschaften und wechselnde Herrschaftsgebiete.

Detailbild der Zerstörung Heidelbergs im Pfälzischen Erbfolgekrieg

Zerstörungen in der Kurpfalz

Während des Pfälzischen Erbfolgekriegs verwüsteten französische Truppen die Kurpfalz und angrenzende Gebiete.

Kloster Maulbronn, Closterweinberg

Zum Schutz gedacht

86 Kilometer lang war die Verteidigungslinie und sollte Raubzüge während des Pfälzischen Erbfolgekriegs unterbinden.

Szene im Schreibkabinett, Ausstellung im Residenzschloss Rastatt 2014

Eine Frage der Macht

Die Friedensverhandlungen in Rastatt wurden zwischen Österreich und Frankreich geführt, damit endete der Krieg in Europa.

Das königliche Wappen

Land und Prestige gewonnen

Durch geschickte Verhandlungen ging Herzog Friedrich II. als Gewinner aus dem Bündnis mit Napoleon hervor.

Dachspitze mit goldener Krone von Schloss Bruchsal

Das Ende des Fürstbistums

Nach der Säkularisation 1803 saß ein weltlicher Herrscher in Schloss Bruchsal auf dem Thron: Karl Friedrich von Baden.

Charles de Gaulle im Innenhof von Schloss Ludwigsburg

Deutsch-französische Freundschaft

Charles de Gaulles Rede im Ehrenhof war ein Meilenstein auf dem Weg zum deutsch-französischen Freundschaftsvertrag.